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Quallen in Khao Lak

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Quallen in Khao Lak

Quallen in Khao Lak

Gerade in der Regenzeit tauchen vermehrt Quallen in Thailand auf. Zu dieser Jahreszeit wird es windiger, und mit dem Wind wird die Strömung stärker, wodurch die Quallen an den Strand gespült werden. Im Wasser kann man die Tiere meist gar nicht sehen, deswegen ist der Schreck umso größer, wenn es auf einmal stark brennt und schmerzt.

Bei den Quallen in Khao Lak handelt es sich um eine einfache Spezies, die vollkommen harmlos sind. Wenn man ihre Tentakel berührt, bilden sich auf der Haut, je nach Länge des Kontaktes, unterschiedlich große Pusteln. Nach ca. einer Stunde hört der stechende Schmerz auf und die Pusteln bilden sich zurück. Manchmal sieht man noch mehrere Tage lange kleine rote Flecken auf der Haut, die allerdings nicht weh tun und nach einiger Zeit von alleine verschwinden. Der Kontakt mit den Nesselzellen einer Qualle ist mit einer kleinen Verbrennung zu vergleichen.

Wer die Stunde nicht abwarten will, kann sich mit Essig Abhilfe schaffen. Das neutralisiert das Gift der Quallen. Genauso gut hilft auch ein breiartiges Gemisch, dessen Hauptbestandteil Morning Glory ist. Unter Tauchern kursiert auch das Gerücht, dass Urin gegen den Schmerz helfen soll. Ob es tatsächlich der Urin ist, oder einfach nur die Ablenkung, durch diesen – für die meisten – etwas ekligen Gedanken, kann ich euch leider nicht sagen. Essig jedenfalls hilft, weil es verhindert, dass weitere Nesselzellen platzen und das Gift, welches stark  basisch ist, neutralisiert. Alkohol und Wasser würden das Gegenteil bezwecken. Zitronen und andere saure Flüssigkeiten sollte demzufolge auch helfen.

Viele denken, dass die Quallen, die zum Strand gespült werden schon tot sind. Das stimmt aber nicht. Sterben tun sie erst nach mehreren Stunden außerhalb des Wassers. Wenn man also eine Qualle am Strand findet, sollte man diese am besten tief in den Sand verbuddeln, damit nicht zufällig jemand anderes in sie hineintritt.

Gibt es gefährliche Quallen in Khao Lak?

Feuerquallen und Würfelquallen gibt es in Thailand nicht und schon gar nicht an der Westküste. Auf der Insel Koh Samui an der Ostküste kam es 2015 zu einem Zwischenfall mit einer Würfelqualle, bei dem leider eine Touristin gestorben ist.  An diesem Tag waren aber noch viele andere Menschen im Wasser, von denen keiner in Kontakt mit Würfelquallen kam. Deswegen kann man sich sicher sein, dass die Qualle dort nur durch sehr unglückliche Zufälle gelandet ist. Eine logische Erklärung wäre, dass Sie bei der Beladung eines Kontainerschiffs in Australien, auf dem Schiff eingesperrt wurde und bei der Abladung in Thailand wieder frei gekommen ist. Dass die Strömung eine einzige Qualle so viele tausende Kilometer verschleppt hat, ist sehr unwahrscheinlich. Noch unwahrscheinlicher ist es, dass Sie sich verschwommen hat. Quallen können sich nämlich entgegen vieler Vermutungen aktiv fortbewegen. Dazu ziehen sie ihren Körper zusammen, man kann sich hier ruhig einen echten Regenschirm vorstellen. Durch diese Bewegung stoßen sie Wasser von sich, wodurch sie vorwärts kommen. Gleichzeitig saugen sie Wasser an, was Ihnen einen weiteren Vortrieb verschafft. Quallen können in einer Stunde bis zu 10 km zurück legen. Allerdings können Sie nur kurze Zeit gegen die Wasserströmung anschwimmen, weshalb sie zu Plankton gezählt werden.

Quallen, auch Medusen genannt, sind Nesseltiere. Es gibt viele unzählige Arten von ihnen. Die meisten leben unerforscht ganz tief im Ozean. In der Regel haben sie einen schirmartigen Körper und für die Körpergröße verhaltnismäßig lange Tentakel, die mit Nesselzellen besetzt  sind. Mit ihren Tentakel fangen sie Beutetiere und wehren Feinde ab. Über die Nesselzellen geben die Quallen ein giftiges Sekret ab, das auf kleine Wassertiere lähmend wirkt. Zu ihren Beutetieren gehören Fischlarven, Plankton und Krebstiere. Größere Arten fressen durchaus auch kleine Fische und andere kleinere Quallenarten.

Die gefährlichen Würfelquallen und Seewespen leben wie oben schon erwähnt vor der Küste  Australiens. Sie gehören zu den Sorten, die durchaus kleine Fische fressen. Wer in Kontakt mit ihren bis zu 3 Meter langen Tentankel kommt, sollte sofort aus dem Wasser gebracht werden. Und sich möglichst wenig bewegen, damit sich das Gift nicht weiter verbreitet. Essig, Zink und eine Sandpackung auf den betreffenden Stellen schaffen durchaus Abhilfe bis ein Arzt kommt, der unbedingt direkt kontaktiert werden sollte.  Opfern kann schlecht werden und im schlimmsten Fall kann das Herz aufhören zu schlagen.  Die betroffenen Stellen werden höchst wahrscheinlich vernarben.

Vor den Quallen in Thailand muss man keine Angst haben. Es kann jedoch sein, dass manche Menschen allergisch auf sie reagieren. Wer das befürchtet, kann sich bei einem Arzt testen lassen. So eine Allergie ist allerding höchst selten, sollte dann aber nicht unterschätzt werden.